Wirbelsäulenprobleme-Behandlungs- und ProphylaxestrategienWirbelsäulenbeschwerden gehören zu den häufigsten Schmerzzuständen und sind daher fast allen Menschen bekannt. Entweder als plötzlicher Rückenschmerz bei Verrichtung bestimmter Tätigkeiten, oder als plötzlicher Schmerz im rechten oder linken Bein. Andere Menschen leiden dauerhaft unter diffusen Rückenschmerzen. Diese genannten Symptome beziehen sich eher auf die Lendenwirbelsäule. Wiederum andere Patienten wachen plötzlich morgens mit einem steifem Hals auf, oder verspüren, nach einem Handballspiel, mit heftigem Verdrehen des Kopfes, die Höchstform einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung im Halswirbelsäulenbereich mit Ausstrahlung in einen Arm.
Die sogenannte Schwingung, d. h. die gewollte natürliche Verbiegung der Wirbelsäule nach vorne im Bereich der Halswirbelsäule (ist gleich HWS-Lordose), sowie die BWS-Kyphose im Bereich der Brustwirbelsäule und wiederum die Lendenwirbelsäulenlordose, also aus der Seitenansicht eine S-Form, haben die Funktion, Stauchungskräfte, die im axialen-Sinne auf den Menschen einwirken, abzudämmen. Doch bereits diese Schwingung ist bei den Menschen entweder zu gering, oder fehlerhaft ausgebildet (Flachrücken, oder Hohlrundrücken).
Es ist heute geradezu unumgänglich etwas für seinen Organismus, in diesem Falle den Bewegungsapparat zu tun. Und zwar am Besten nicht nur, und nicht erst wenn Schmerzen und Störungen beobachtet werden. Gewissermaßen, so wie ein geliebtes Auto mehrfach zur Inspektion und zur Kontrolle, sowie Pflege behandelt wird, nicht erst nach einem Unfall, oder Ausfallserscheinungen eine Reparatur vorgenommen wird, müßte auch unser Gesundheitsverständnis neu definiert werden. Der oftmals beim Handball- oder Volleyballspiel entstehende, oder einfach nach dem morgendlichen Aufwachen beobachtete akute Schiefhals mit starken Schmerzen im Bereich des Schädel-Nacken-Überganges ist in den meisten Fällen durch eine Störung der Wirbelsäulensegmente, sprich eine Störung der Bewegungssegmente in den kleinen Wirbelgelenken zu suchen. Auf gar keinen Fall handelt es sich hier, wie leider immer wieder als Wort falsch verwendet, um eine Ausrenkung. Eine Ausrenken von Gelenken im Bereich der Hals- oder Lendenwirbelsäule ist nur durch einen Unfall mit starken Krafteinwirkungen möglich. Diese Blockierungen bereiten äußerst starke Schmerzen. Der Patient erscheint mit schiefgehaltenem Kopf, meistens auch Schonhaltung einer Schulter und eines Armes in der Praxis. In diesem Falle sind weder spezielle Übungen sinnvoll, oder machbar. Hier empfiehlt sich ein schrittweises Vorgehen, auf gar keinen Fall sollte kurz nach Eintritt dieser Ereignisse, unter Inkaufnahme von starken Schmerzen eine chirotherapeutische Intervention durchgeführt werden. Die Chirotherapie ist zwar auch hierfür eine exzellente Therapie, jedoch nicht im Erststadium. Zu Beginn steht eine medikamentöse, analgetische, d.h. Antischmerzbehandlung und eine muskelentspannende Behandlung, zusätzlich Wärmeanwendung. Zusätzlich kann ein sanfter stetiger Zug mittels Halskrawatte, genannt Cervicalstütze, da auch eine gerätetechnisch vorgenommene Extension der Halswirbelsäule allmählich zu einer Linderung der Schmerzen führen, so daß dann eine chirotherapeutische Intervention möglich und erfolgversprechend ist, ohne das der Patient davon verängstigt und schockiert wird. Diese Reihenfolge wird nicht immer überall eingehalten und sollte daher vom Patienten auch gewünscht werden. - Muskeln benötigen fast immer Wärmeanwendungen - Gelenke Kälteanwendungen Die Schmerzen im Bereich des Rückens, im weitesten Sinne, können sich entweder als sogenannte Lumbago, auf das Kreuz mit seinem sogenannten Abbruchschmerz, wie immer wieder berichtet wird, beziehen. Dieses sind Schmerzen die nicht ins Bein ausstrahlen und somit nichts mit einem Bandscheibenvorfall zu tun haben. Grundsätzlich gilt, das Schmerzen im Rücken die nicht ins Bein ausstrahlen durch die überbeanspruchten Abschnitte in der Lendenwirbelsäule und der mangelhaft ausgebildeten Muskulatur im Sinne eines Dekompensierungszustandes zustande kommen. Akut, oder meistens auf der Basis einer langfristigen Dekompensation, Beispiel: Bürotätigkeit ohne Ausgleichssport. Ischias, oder Lumboischialgie, oder Bandscheibenschmerzen: Verspürt ein Patient starke Schmerzen im Bein, meistens bis hin zum Fuß, an der Vorder- Außen-, Hinter- oder Innenseite, meistens in Verbindung mit Gefühlsstörungen sind Bandscheibenveränderungen zu erwarten. Hier ist ganz wichtig noch eine dritte Komponente zu erwähnen, nämlich der Gesichtspunkt der Muskelkraft. Genau diese Komponente wird vom Patienten nicht so sehr bemerkt. Der Beinschmerz wird dadurch verursacht, das die Bandscheibe auf diejenigen Nerven drückt, die das Bein entweder an der Außen-, Innen- oder Hinterseite, versorgt. Daher macht der Bandscheibenvorfall zwar auch Rückenschmerzen, , aber nicht nur, sondern auch Beinschmerzen. Wenn man sich in Rückenlage befindet und versucht, sein gestrecktes Bein anzuheben wird einem dieses bis höchstens einigen Zentimetern gelingen, im Falle eines akuten plötzlichen Bandscheibenvorfalles. In sehr vielen Fällen sind die Bandscheiben jedoch auch chronisch geschädigt, so daß keine eigentlichen "Vorfälle", sondern lediglich Vorwölbungen bestehen. Diese Vorwölbungen haben an sich keinen Krankheitswert. Millionen von Menschen haben diese ohne jegliche Schmerzen. Diese Information ist wichtig, da im Falle einer MRT- oder CT-Untersuchung diesen Vorwölbungen (Protusionen) in den meisten Fällen große Bedeutung bei Patienten mit Krankheitsgewinn zuteil wird. Ein ganz wichtiger Tatbestand ist folgender: Schmerzen die vom Gesäß etwa bis in den Oberschenkel ausstrahlen, können wie erwähnt, entweder durch die Lendenwirbelsäule bedingt sein, oder auch, und dieses ist in mindestens 80% der Fälle der Fall, durch eine Blockierung des Iliosacralgelenkes zu suchen. Dieses Gelenk befindet sich in zweifacher Ausfertigung unterhalb der Lendenwirbelsäule. Es ist ein Gelenk jeweils zwischen verschiedenen Beckenknochen, die unter anderem als Stoßdämpfer für die Wirbelsäule dienen. Veränderungen, bzw. Störungen des Gelenkspieles in dieser Region führen zu genau den gleichen Schmerzen wie auch eine Bandscheibenveränderung. Es fehlen aber die Komponenten der Gefühlsstörung, sowie der Muskelschwächen, oder Muskellähmungen. Sie können durch eine chirotherapeutische Intervention, wie sie ein speziell dafür geschulter Arzt durchführen kann, gelöst werden, was meistens einen sehr frühzeitig eintretenden Schmerznachlaß, sowie ein Zugewinn von Beweglichkeit nach sich zieht. Zusätzlich können natürlich verschiedene Medikamente, teilweise oral, d. h. als Tablette zu sich genommen werden, oder verschiedene Injektionen in die Gelenke, im ungünstigsten Fall in das Gesäß, als reine Schmerzbehandlung durchgeführt werden.
Eine weitere wichtige Komponente ist das Bewegen im Wasser, sprich das Schwimmen. Allein die Tatsache, das der Mensch zum größten Teil aus Wasser besteht, führt dazu, daß man sich im Wasser, sozusagen aus Sicht der Gelenke in Schwerelosigkeit bewegt. Aus diesem Grunde werden die Gelenke schonender bewegt und die Muskeln gestärkt. Das Schwimmen ist eine ganz wichtige Ausgleichsfunktion und sollte immer durchgeführt werden. Lappalien wie "das Wasser ist mir zu kalt", "ich mag nicht so gerne Chlor", sollten hinten angestellt werden, da die positive Wirkung sicher in den meisten Fällen eintreten wird. In nicht wenigen Fällen werden alle diese Dinge vom Patienten treu berücksichtigt, es werden zahllose Tätigkeiten unternommen, incl. Muskelstärkung usw. und dennoch bestehen starke Schmerzen. Begleitend zu diesen Therapien müßten diagnostische Sicherheiten vorliegen, daß nicht spezielle Erkrankungen, Entzündungen von Wirbelkörper oder Gelenken, Bandscheibenvorfälle, oder Tumorerkrankungen vorliegen. |