Magen-Darm-GrippeFast jeder kennt die Situation: Man verspürt ein Grummeln im Bauch und eine zunehmende Übelkeit und bald stellt sich die Frage, ob man sich auf das Klo setzt oder sich doch lieber zuerst darüber beugt. Es hat einen erwischt - Brechdurchfall -!Eine Durchfallerkrankung liegt vor, wenn am Tag mehrere wässrige oder breiige Stühle auftreten. Die meisten Durchfälle sind für ansonsten gesunde Menschen von harmloser Natur. Sie vergehen so schnell, wie sie gekommen sind und können mit relativ einfachen Mitteln rasch in den Griff bekommen werden. Um Magen und Darm Ruhe zum Ausheilen zu geben, sollte der Erkrankte einen Tag lang (mindestens aber 12 Stunden) nichts zu sich nehmen. Dann darf er einen Schluck trinken. Vorzugsweise nimmt man Schwarzen Tee, da das Teein stopft. Kinder dürfen auch ausgeschlagene Cola haben. Wenn nach ca. 15 Minuten keine Beschwerden (Übelkeit, Brechen) aufgetreten sind, darf er wieder einen Schluck zu sich nehmen und einen Bissen Zwieback oder Salzstangen versuchen. In den nächsten Tagen wird die Kost langsam aufgebaut. Man beginnt zum Beispiel mit Haferschleimsuppen oder fettarmen Brühen, meidet für einige Tage Fett (auch Milch und Butter) und kehrt langsam zu seinen normalen Ernährungsgewohnheiten zurück. Etwas anders verhält es sich bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren Menschen und chronisch Kranken. Bei ihnen besteht durch den starken Flüssigkeitsverlust die Möglichkeit der Austrocknung und Mangel an Mineralsalzen. In diesen Fällen sollte unbedingt der Hausarzt aufgesucht werden. Auch wenn die Beschwerden sich trotz strickter Einhaltung der Diätanweisung nicht bessern, muss ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Tritt der Brechdurchfall in direktem zeitlichen Zusammenhang mit einer Mahlzeit oder einer Urlaubsreise auf oder kommen noch andere Beschwerden hinzu, muss der Arzt zum Beispiel eine Infektion durch Bakterien ausschliessen und die Behandlung der Ursache anpassen. Schwerwiegende Durchfallerkrankungen sind relativ selten. Der durch Viren hervorgerufenen Magen-Darm-Grippe kann durch eine gute Abwehrlage und gesunden Lebenswandel vorgebeugt werden. Gunnar Osterholz |