HerzinfarktLieber Patient!Warnsymptome vor einem Herzinfarkt werden durch Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße verursacht und werden in zwei große Gruppen unterteilt: 1. Typische Warnsymptome: Es werden unter anderem druckartige Schmerzen hinter dem Brustbein empfunden, die auf den gesamten Brustraum ausstrahlen und in einem Erstickungsgefühl mit Brustenge, der sogenannten Angina pectoris, münden können. Die Beschwerden lassen sich durch Atemmanöver kaum oder gar nicht beeinflussen. Die Symptome treten typischerweise zunächst bei körperlicher Belastung auf, können sich im Laufe der Zeit an Intensität und Häufung steigern und schließlich auch in Ruhe, d. h. ohne körperliche Aktivität, auftreten, mit unter sogar nachts, dann typischerweise in den frühen Morgenstunden (z. B. 3 bis 4 Uhr). Beachtenswert sind auch ungewohnte, d. h. bislang nicht verspürte Luftnotzustände unter leichter Belastung, d. h. es besteht im Vergleich zu einer früheren Belastbarkeit nun eine ungewohnte und inadäquate Atemnot bei leichten Tätigkeiten, z B. beim Hausputz, Radfahren oder leichter Gartenarbeit. 2. Untypische Warnsymptome: Diese Warnsymptome weichen von den oben erläuterten Beschwerden insofern ab, als daß Schmerzen in Körperregionen auftreten, die nicht dem vorderen Brustraum zugeordnet werden, gleichwohl aber durch Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße bedingt sind. Hier sind unter anderem Schmerzen im Hals und Unterkiefer, teilweise auch als Zahnschmerzen empfunden, zu nennen. Weiterhin können Schmerzen in den Schultergelenken, Oberarmen, zwischen den Schulterblättern und unter anderem im Oberbauch auftreten. Auch diese Symptome treten meistens unter körperlicher Belastung auf und lassen typischerweise nach, wenn man daraufhin körperliche Ruhe einhält. Die Beschwerden nehmen ebenfalls häufig im Laufe von Wochen und Monaten tendenziell zu, so daß teilweise kleinste Anstrengungen heftige Schmerzen verursachen können. Spätestens bei einer eindeutigen Zunahme der Symptome sollten Sie Ihren Hausarzt konsultieren und diese vortragen. Vor allem, wenn die Ausprägung der Schmerzen schnell zunimmt und in Ruhe nur noch verzögert oder gar nicht mehr abklingen, sollten Sie sich unverzüglich ärztlichen Rat einholen ggf. auch einen Notarzt hinzuziehen. Weitere Untersuchungen werden daraufhin vom Arzt in Form eines Ruhe- und evtl. auch eines Belastungs-EKG durchgeführt. Bei Erhärtung des Verdachts einer Durchblutungsstörung Ihrer Herzkranzgefäße werden Sie daraufhin evtl. einem Spezialisten vorgestellt oder auch einer Krankenhausbehandlung zugewiesen. Warnsymptome sollten unbedingt beachtet und konsequent untersucht werden, damit ein Herzinfarkt verhindert wird. Letztlich beinhaltet jeder Herzinfarkt ein tödliches Risiko für den Patienten. |