Thema: Darmkrebs - Heilung bei Früherkennung




Vorsorge rettet Leben

Warum ist das Thema "Darmkrebs" wichtig?

Unter den Krebserkrankungen stellt Darmkrebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland dar, rund 30.000 Menschen sterben jährlich daran. Jährlich kommen 50.000 neu Erkrankte hinzu, das ist ein Drittel aller Krebserkrankungen. Es handelt sich also leider um eine häufige Erkrankung, die jeden treffen könnte. Bei Früherkennung ist allerdings eine Heilung meistens möglich.

Was ist Darmkrebs? Welche Symptome macht er?

Das Verdauungssystem des Menschen
Unter Darmkrebs versteht man bösartige Tumore (=Wucherungen) im Dickdarm. Das ist im obigen Bild der Darm-Anteil vom After bis zum Blinddarm, der den Bauch sozusagen umrahmt. Diese Tumore entstehen in der Regel aus gutartigen Vorstufen, die im Verlauf der Zeit bösartig entarten, das heißt zerstörerisch wachsen. Es gibt erbliche Faktoren, das bedeutet, dass jemand, in dessen Familie (z.B. Eltern, Großeltern, Geschwister) Darmkrebs vorgekommen ist, ein höheres Erkrankungsrisiko hat. Ohne eine geeignete Therapie führt Darmkrebs zum Tode.

Symptome, die ein Betroffener merkt, treten leider oft sehr spät auf. Aber auch dann ist Heilung noch möglich.

Die Symptome sind u.a. zum Beispiel :
  • Blutung aus dem Darm
  • Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, insbesondere Verstopfung, oft auch im Wechsel mit Durchfall
  • schmerzhafte Darmkrämpfe,
also uncharakteristische Beschwerden, die durchaus auch bei anderen Erkrankungen vorkommen können.

Wie kann ich Vorsorge treffen?

Ein typisches "Frühwarnzeichen" gibt es leider nicht, auch leider keine zuverlässige Blutuntersuchung. Das häufigste Warnzeichen ist die "okkulte" (=versteckte) Blutung aus dem Darm, die dem Stuhl mit bloßem Auge nicht anzusehen ist. Diese winzigen Mengen versteckten Blutes lassen sich sehr einfach nachweisen mit Testbriefchen, z.B. Haemoccult®-Test. Man trägt dabei Proben von 3 verschiedenen Stühlen auf diese Testbriefchen auf. Der Arzt untersucht diese Proben im Labor. Für Personen ab 45 Jahren bezahlen die Krankenkassen jährlich eine solche Untersuchung im Rahmen der Krebsvorsorge. Selbst der Nachweis von Blut in einer einzigen Stuhlprobe sollte unbedingt Anlass zu weiteren Untersuchungen sein! Personen, in deren Familien schon gehäuft Darmkrebs vorgekommen ist, sollten auch schon vor Erreichen dieser Altersgrenze regelmäßig Haemoccult®-Teste durchführen.

Wie wird der Darm untersucht?

Wenn entweder eines der oben genannten Symptome auftritt oder auch nur ein einziger Stuhltest positiv (=Blutnachweis) ausgefallen ist, sollte eine Spiegelung des gesamten Dickdarmes durchgeführt werden, eine Koloskopie. Auch wenn vielleicht Hämorrhoiden bekannt sind und als wahrscheinliche Blutungsquelle in Frage kommen, sollte wenigstens einmal der gesamte Darm untersucht werden. Eine alleinige Rektoskopie, die Spiegelung des Enddarmes, ist zwar wesentlich leichter für Patient und Untersucher, aber nicht sicher genug, da nur ein ganz kleiner Darmabschnitt beurteilt wird. Zwar ist eine Koloskopie recht aufwendig, aber keine Untersuchung kann so unangenehm sein wie ein nicht erkannter Darmkrebs. Bei dieser Untersuchung können Frühstadien, Krebs-Vorstufen und Polypen, die evtl. sonst später einmal entarten könnten, erkannt und oft auch ohne Operation ambulant entfernt werden.

Nutzen Sie das Angebot der Darmkrebs-Vorsorge!

Jeder ab dem Alter von 45 Jahren hat einen jährlichen Anspruch auf die Durchführung des Stuhltest mit den Testbriefchen. Mit diesem so einfachen Test könnte ein Drittel, wenn nicht sogar die Hälfte der Patienten gerettet werden. Machen Sie mit! Früherkennung bietet die Chance zur Heilung!

siehe auch:
www.lebensblicke.de
www.krebshilfe.de
www.hnpcc.de


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