![]() Redner und Gäste beim Festakt. | ||||
Medizinisches Qualitätsnetz Westküste fest in Dithmarschen verankertJubiläumsfeier des Ärztenetzes mit Vertretern aus Politik und GesundheitswesenMeldorf - „Das Medizinische Qualitätsnetz Westküste ist als verlässliche Institution für die Versorgung der Patienten fest in Dithmarschen verankert.“ Dieses Fazit zog Dr. Stefan Krüger, fachärztlicher Vorstandssprecher des MQW, bei der Jubiläumsfeier des Ärztenetzes in Meldorf. Dabei bezog er sich auch auf die zahlreichen Gäste aus Politik und Gesundheitswesen, die zum Festakt in die Domstadt gekommen waren, darunter Landrat Dr. Jörn Klimant, Kreispräsident Karsten Peters, die Bürgermeister der Dithmarscher Städte, Vertreter der Westküstenkliniken, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Ärztekammer und der Krankenkassen. Landrat Dr. Klimant sah das MQW als eine der Antworten auf die Probleme, die es bei der medizinischen Versorgung der Patienten in ländlichen Regionen und angesichts der demografischen Entwicklung gebe. „Das MQW arbeitet an Lösungen auf typisch Dithmarscher Art, also unabhängig von der fernen Kassenärztlichen Vereinigung in Bad Segeberg.“ Diese Einschätzung wurde vom KV-Vertreter Karsten Wilkening sogar bestätigt, der die Eigenständigkeit des Westküsten-Ärztenetzes betonte. Harald Stender, Geschäftsführer der Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH, hob die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen MQW und Krankenhaus hervor. Insgesamt gebe es 38 vertragliche Regelungen zwischen WKK und niedergelassenen Ärzten. Weitere würden folgen. Dr. Thomas Birker, Ärztlicher Direktor des Westküstenklinikums Heide, hob in diesem Zusammenhang vor allem die Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Fachärzten und Allgemeinmedizinern hervor. In sehr pointierter Form – und zwar in Reimen à la Wilhelm Busch – beschrieb Dr. Johannes Geisthövel, Ärztlicher Direktor der Westküstenklinik Brunsbüttel, das Verhältnis zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhaus. Sein „Fazit“: „Alle ziehn an einem Strang, um den Erfolg ist niemand bang!“ Ähnlich lobend über die kollegiale Form der Zusammenarbeit äußerte sich auch der Brunsbütteler Chefarzt Dr. Henrik Herrmann, der unter anderem als Vertreter der Schleswig-Holsteinischen Ärztekammer nach Meldorf gekommen war. In seinem Festvortrag ließ anschließend einer der beiden Gründungsvorsitzenden, der Meldorfer Chirurg Eckhard Budzier, die vergangenen zehn Jahre MQW-Geschichte Revue passieren. Er erinnerte an die ersten Ideen und Gespräche im Jahr 1995 und die Gründung des Netzes am 7. März 1998. Das MQW, so Budzier, sei damals das erste Netz Deutschlands mit stark ländlicher Prägung gewesen. Mit interessanten Thesen zum Gesundheitswesen sorgte anschließend Prof. Dr. Fritz Beske vom "Fritz Beske Institut für Gesundheits-System-Forschung Kiel" für Diskussionsstoff. Der inzwischen bereits 86-jährige Professor, der durch Schlagfertigkeit und Wortwitz zu überzeugen wusste, machte deutlich, dass angesichts der wachsenden Lebenserwartungen, der steigenden Fälle bei den Volkskrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall und des Geburtenrückgangs die Kosten für das Gesundheitswesen so stark steigen würden, dass sie praktisch nicht mehr bezahlbar seien. Dennoch plädierte er für die Fortführung des deutschen Modells der gesetzlichen Krankenversicherung. Aber: Der seiner Ansicht nach zu umfangreiche Leistungskatalog müsse in eine Grundversorgung und eine über eine private Zusatzversicherung abgesicherte Zusatzversorgung aufgeteilt werden. Dem Festakt am Nachmittag folgte eine Jubiläumsfeier bei Musik am Tanz am Abend mit der Band „Hotline“. Durch eine amerikanische Versteigerung von gesponserten Preisen kam zudem ein Erlös in Höhe von 500 Euro zusammen, der dem Hospiz Dithmarschen zugute kommen soll. Die Sponsoren der Preise waren: Sanitätshaus Heinemann, Heide; Jaguar House Olde, Heide; Autohaus Stotzem, Heide; Gut Apeldör, Hennstedt; Sanitätshaus „Am Löwen“, Preetz; Seelotsenbrüderschaft, Brunsbüttel; Brasserie „V“, Meldorf; „Lust auf Meer“, Meldorf; Dr. Michael Behm, Heide.
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