Von der Schmerztherapie bis zum Praxisnotfall

1. Fortbildungstag des Medizinischen Qualitätsnetzes Westküste in Meldorf


Meldorf - Mit diesem Erfolg hatten auch die Organisatoren nicht gerechnet: Zahlreiche Ärzte und Arzthelferinnen waren am Mittwoch zum 1. Fortbildungstag des Medizinischen Qualitätsnetz Westküste in die Linde nach Meldorf gekommen, um sich in Vorträgen und praktischen Übungen über aktuelle medizinische Themen zu informieren.

"Wir wollen mit dem Fortbildungstag auch ein Zeichen setzen, dass an der häufig wiederholten Behauptung, Ärzte seinen fortbildungsfaul, nichts dran ist", erläuterte MQW-Vorstandsvorsitzender Dr. Gunter Fangerau einen der Gründe für die Initiative. "Außerdem wollten wir besonders den Arzthelferinnen gezielt Fortbildungsmaßnahmen vor Ort anbieten, um die üblichen langen Wege nach Bad Segeberg zu vermeiden."
Der Erfolg gibt Dr. Fangerau Recht. Die Arzthelferinnen fühlten sich in der heimischen (Fortbildungs-)Atmosphäre sichtlich wohl und machten bei den anspruchsvollen Schulungsmaßnahmen begeistert mit. Einige Angebote waren so überlaufen, dass inzwischen über eine Wiederholung nachgedacht wird, um auch anderen interessierten Praxismitarbeiterinnen die Teilnahme zu ermöglichen.

Für die Mediziner hatte die Organisationsgruppe des MQW drei hochkarätige Referenten in die Domstadt eingeladen. Zunächst referierte die Hamburger Schmerztherapeutin Dr. Bettina Zieseniß über die "Schmerztherapie nach WHO-Stufenplan", wobei sie vor allem auf Richtlinien und Schmerztherapiepläne einging. Es folgte ein Vortrag des Kieler Diabetologen Dr. Helmut Kleinwechter über Diabetes Typ II. Den Abschluss bildete ein Referat über den "Stellenwert des Ausdauersports in der Prävention und Behandlung bei Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen", den der Sportmediziner Dr. Dieter Riebe aus Damp hielt, der zum Team des ehemaligen Leichtathletik-Europameisters Dr. Thomas Wessinghage im Institut für Präventionsmedizin gehört.

Unterdessen ließen sich die Dithmarscher Arzthelferinnen über den Praxisnotfall, Hygiene in der Arztpraxis, Diabetes sowie "Stil und Styling in der Arztpraxis" fortbilden. Als Referenten konnten Dr. Thomas Helms, Dipl. Ing Elke Schulte, Susan Lüth, Frauke Rohwer und Nadja Zimmermann gewonnen werden.

Damit die Versorgung der Bevölkerung nicht gefährdet wurde, hielten trotz des gemeinsamen Fortbildungstages einige Ärzte ihre Praxen geöffnet; andere veränderten die Praxisöffnungszeiten so, dass sie zu den für sie wichtigen Vorträgen gehen konnten. Die Notdienstregelung war durch die Fortbildungsinitiative ohnehin nicht betroffen.




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